Sandro Botticelli schuf zwischen 1498 und 1540 eines der bedeutendsten Gemälde der italienischen Renaissance, ein Werk von unglaublicher Schönheit, das sich heute in den Uffizien in Florenz befindet: die Geburt der Venus. Die Hauptfigur des Gemäldes ist die Göttin Venus, ein Symbol nicht nur für die Vereinigung von himmlischer und irdischer Natur, sondern auch für die Wiedergeburt der Klassik und der Seele nach der Taufe, also nicht nur eine klassische, sondern auch christliche Bedeutung.
Die Liebesgöttin taucht, auf einer Muschel stehend, aus dem Wasser auf. Ihr zur Seite die Nymphe Aura, die ihr einen Mantel reicht, und Zephyr, der Chloris umarmt, das Symbol für die Fruchtbarkeit des Lebens. Die nackte Venus, mit wallendem Haar, bedeckt gerade Brüste und Scham. Der Körper ist geschmeidig und hochgewachsen, das Gesicht, von Haaren umrahmt, drückt Sanftheit, aber auch subtile Melancholie aus.
Botticellis Figuren sind von idealer Schönheit, mit perfekten, reinen Formen und deutlichem Linearismus. Die Farben sind perlmuttartig und hauchdünn.
Das Werk befindet sich in den Galerien der Uffizien in Florenz, im gleichen Saal, wie ein weiteres Meisterwerk von Botticelli: Primavera.