Die Burg von Larciano ist eine alte Festung, die zwischen dem 11. und 12. Jahrhundert erbaut wurde und deren Struktur die typischen Elemente des Zeitalters der Kommunen aufweist: die Umfassungsmauern, die die Kirche und andere Gebäude umschlossen - ein sicherer Ort für die umliegende Bevölkerung -, der Palast mit dem Turm und der Bergfried, die letzte Zuflucht im Falle einer Kapitulation der Strukturen und Verteidigungsmittel, die sich beide im Inneren des Bergfrieds befanden, dessen unregelmäßiger Grundriss mit der Beschaffenheit des Hügels und den bereits vorhandenen Elementen verbunden ist. Vom Turm aus bietet sich ein einzigartiger Ausblick über das gesamte Gebiet, denn in der Vergangenheit diente er zur Kontrolle der Bewegungen in der Gegend und zur Kommunikation mit allen anderen, auf den Hügeln gelegenen Festungen.
Seit 1975 beherbergt der Bergfried auch das Stadtmuseum von Larciano, in dem archäologische Funde lokaler und nationaler Herkunft wie Küchenkeramik, Metallgegenstände, polychrome Majolika, Ziegel und Pflastersteine sowie Brandgräber ausgestellt sind. Der Museumsrundgang umfasst auch einen didaktischen Teil, der dazu dient, das Leben in der Vergangenheit anhand von Alltagsgegenständen zu rekonstruieren.