
Mittwoch, 9. April, um 21.00 Uhr, veranstaltet das Teatro Verdi in Florenz ein Konzert mit
Diego Ceretta, Dirigent
Enrico Bronzi, Cello
und dem Orchester der Toskana
Fabio Massimo Capogrosso / Salvador, Impressioni Surrealiste (2018)
Robert Schumann / Konzert für Cello und Orchester Op.129
Johannes Brahms / Sinfonie Nr. 1 Op. 68
Schumann, der Mentor, und Brahms, der Prädestinierte. Robert Schumann übernahm in Deutschland in der ersten Hälfte des 19. Jh. das schwere Erbe Beethovens, einen Berg, den er hartnäckig zu erklimmen versuchte. Aus seiner Sicht vergeblich. Daher vertraut er die Aufgabe einem jungen Komponisten an, einem Talent, wie es selten geboren wird. Die Rede ist von Johannes Brahms, der mit einer historischen Aufgabe betraut ist, von der er sich erdrückt fühlt. Und die ersehnte Sinfonie, zu der Schumann ihn bereits 1853 anregte (kurz vor der Einlieferung in eine Nervenheilanstalt, wo sein Leben endete), kam erst dreiundzwanzig Jahre später, 1876, zustande. Es ist die erste von vier Sinfonien, die schwierigste und komplizierteste, die im Finale an die Ode an die Freude aus Beethovens Neunter erinnert.
Und gerade Brahms' Sinfonie Nr. 1 - die seinerzeit von manchen als „Beethovens Zehnte“ bezeichnet wurde - ist unter der Leitung von Chefdirigent Diego Ceretta zu hören. Davor erklingt Schumanns Konzert für Cello und Orchester, das der Komponist selbst als „ein heiteres Stück“ bezeichnete, gespielt von Enrico Bronzi, einem vielseitig interessierten Musiker: Mitglied des Parma Trios, Lehrer am Mozarteum in Salzburg, künstlerischer Leiter von Festivals und Konzertsaisons.
Auf dem Programm steht auch ein Werk aus dem Jahr 2018, Impressioni Surrealiste von Fabio Massimo Capogrosso, einem umbrischen Komponisten in den Vierzigern, der einem breiten Publikum durch seine Soundtracks für die letzten Filme von Marco Bellocchio, Esterno notte (Und draußen die Nacht) und Rapito (Die Bologna-Entführung – Geraubt im Namen des Papstes), bekannt ist.